Kirchenmusik - Konzerte

ORGEL PLUS - Rückblick: am 29. Oktober 2011 um 20.15 Uhr in der ev. Schlosskirche Beilstein

aus: Wetzlarer Neuen Zeitung, Ausgabe vom 04.11.2011 - auch als PDF

Ein Konzert von Georg PhilippTelemann für 4 Violinen, die kleine Nachtmusik, You raise me up, der Pachelbel-Kanon und andere heitere und fröhliche Musik gibt es in der „geschenkten“ Stunde zum Ende der Sommerzeit zu hören.

Eva Weese, Laura Benner, Jasmin Junghold, Eva Maria Bäcker, Jonathan Dönges, Patrick Deusing, junge Künstler aus unserer Region machten mit ihrer Musik den Abschied vom Sommer leichter.

Barbara Knetsch las dazu Texte und Gedichte, die einstimmen ließen auf die vor uns liegende Zeit.

An der Orgel: Martha Schmidt

Anschließend, beim Kirchen-Bistro konnten kulinarische Kostproben aus Beilstein und Umgebung
probiert werden sowie Beilsteiner Apfelsaft, Jahrgang 2011.

Veranstalter: Ev. Kirchengemeinde Beilstein-Rodenroth /
Info-Telefon: 02779/256 M. Schmidt, Beilstein

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ORGEL PLUS Spezial - Rückblick am 19. Juni 2011, 18.00 Uhr in der ev. Schlosskirche Beilstein

Karla Schröter liebt ihre Barockoboe und wird auf ihrem Instrument in der fast 400 Jahre alten Beilsteiner Schlosskirche Musik von Johann Ludwig Krebs, Gottfried August Homilius, Gotthilf Friedrich Ebhardt, Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel spielen.
Karla Schröter ist Leiterin des Ensembles CONCERT ROYAL, Köln und legt ihren Schwerpunkt auf das Spiel historischer Oboen-Instrumente; durch ihre ständige Forschungstätigkeit in Bibliotheken im In- und Ausland kann sie in ihren Programmen auch mit neuen, noch unbekannten Glanzlichtern aufwarten. (www.concert-royal.info)

Den Part an der Orgel übernimmt Willi Kronenberg, auch er ein Meister seines Fachs. Bei renommierten internationalen Orgelwettbewerben war er mehrfach 1. Preisträger. CD- und Rundfunkaufnahmen dokumentieren seine musikalische Arbeit. Neben technischer Brillanz wird seinem Spiel stets große Ausdruckstiefe und plastische Transparenz bescheinigt.
Genießen Sie außerdem Kostproben der Beilsteiner Gaumenfreuden im Kirchenbistro!
Herzliche Einladung!
Eintritt frei
- (aber ohne Spenden zur Finanzierung der Konzertreihe geht es nicht).
Veranstalter: Ev. Kirchengemeinde Beilstein-Rodenroth
Info-Telefon: 02779/256 M. Schmidt, Beilstein

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ORGEL PLUS - Rückblick: am 12. März 2011, 20.15 Uhr in der Schlosskirche Beilstein

Einblicke in Leben und Werk von Max Drischner (1891-1971)
mit Nina Jakob (Gesang), Susanne Utsch (Gesang), Ulrich Kögel (Gesang), Claudia Schmidt (Geige),
Martha Schmidt (Orgel, Harmonium).  „Kirchenmusik muß sein wie eine gute Predigt, die jeder verstehen kann“ (Max Drischner)    Flyer

Die Idee für diese Ausgabe von Orgel plus entstammt dem Band „Choralvorspiele für Dorforganisten“, dessen Herausgabe, wie Max Drischner selbst im Nachwort schreibt, erfolgte, weil immer wieder vor allem Dorforganisten mit der Bitte an ihn herantraten, eine Sammlung einfacher, allgemein verständlicher Choralvorspiele drucken zu lassen.
Die Fußnoten sind jeweils mit abgedruckt, so dass wir heute wissen, wann, wofür und unter welchen Umständen Drischner die jeweiligen Stücke komponiert hat. Somit gewährt er stichwortartig und
eindrucksvoll Einblicke in die guten und bösen Tage seines Lebens, aber auch, was ihm besonders in der schweren Zeit Halt und Mut gegeben hat.
Das „Plus“ des Abends waren vier junge Künstler, die einige von Drischners Psalmvertonungen aufführen werden und ein Harmonium. 

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ORGEL PLUS - Rückblick: am 1. Januar 2011, 18.00 Uhr in der Schlosskirche Beilstein

Einladungsflyer   und die Rückseite

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ORGEL PLUS - Rückblick: am 30. Oktober 2010, 20.15 Uhr in der Schlosskirche Beilstein

„Hören, Schmunzeln & Staunen“, die „geschenkte“ Stunde zum Ende der Sommerzeit ganz bewusst zu genießen am Orgel + zum Reformationstag.

In der Nacht zum Reformationstag wurde die Uhr auf Winterzeit umgestellt. Die so gewonnene Stunde wurde beim gut besuchten Abend „Orgel Plus“ entspannnend und erbaulich genutzt. Passend zur Herbstzeit hatte Martha Schmidt die Oktoberausgabe von Orgel Plus unter das Thema „Eingemachtes“ gestellt. So wie eingemachtes Obst und Gemüse die Freiheit gibt, schnell etwas zu greifen und jederzeit auf etwas Gutes zurückzugreifen, so hatte die Beilsteiner Organistin ihr „Eingemachtes“ benutzt, um dieses Konzert zu gestalten. Martha Schmidt griff auf Stücke zurück, die sie nicht extra für diesen Abend eingeübt hatte, die aber als Vor- oder Nachspiel für einen normalen Sonntagsgottesdienst zu lang sind und deshalb nie in ganzer Länge gespielt wurden.

Eckart zur Nieden, Autor und langjähriger Mitarbeiter des Evangeliumsrundfunks in Wetzlar, gestaltete die Textbeiträge mit Lesungen aus seinem Buch „Der Strolch im Lolch“. Gleichnisse
aus den Evangelien hat er darin sehr plastisch als kürzere oder längere Balladen umgesetzt. In
drastischen und humorvollen Versen beschreibt er den guten Hirten, der das verlorene Schaf sucht,
den König, der alle zum Gastmahl einlädt, oder den verlorenen Sohn. Was Jesus mit seinen
Gleichnissen bei den Zuhörern erreichte, das setzte Eckart zur Nieden mit seinen Versen in
unsere Gegenwart um: Die Menschen hören aufmerksam zu, die Bilder passen in den Alltag
und sind allgemeinverständlich und statt einer trockenen Predigt wird den Menschen ganz bildlich vor Augen gestellt, was Gottes Liebe und Güte bedeutet.

Zwischen den Gedichten spielte Martha Schmidt Orgelstücke aus dem „Eingemachten“. Sie begann mit dem Swingfüglein nach dem bekannten Kirchenlied „Danke“, spielte ihr Prüfungsstück als Organistin, Praeludium und Fuge in d moll von Friedrich Buxtehude, einen musikalischen Scherz von
Gottfried Fischer, der „Geh aus mein Herz“ sehr unterschiedlich und humorvoll variierte, spielte die Air aus der Orchester-Suite Nr.3 von J.S. Bach und endete mit dem Finale aus der Sonata VI von Felix Mendelssohn Bartholdy. Ein weitgespanntes Programm, das auch mit großem Beifall belohnt wurde, zeigte, dass auch ohne spezielle Vorbereitung auf ein Orgelkonzert das „Eingemachte“ viele Schätze birgt, die viel zu selten aus dem Vorratskeller ans Licht kommen.

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Orgel Plus - Rückblick: 10. Juli 2010, um 18.00 Uhr in der Schlosskirche Beilstein

Johannes Calvin (10. Juli 1509 - 27. Mai 1564), Reformator
Vortrag von Dr
. Armin Scheufler (Beilstein)

Genau am 501. Geburtstag Johannes Calvins am Samstag dem 10. Juli hatte Martha Schmidt wieder zu einem „Orgel +“ Abend eingeladen.

Für das Plus zur Orgel sorgten Martha Schmidt und Daniela Haas, Sopran; Peter-Ferdinand Schönborn, Bass; Mario Ahlborn, Tenor, sowie Dr. Armin Scheufler, der über den großen Genfer Reformator Johannes Calvin und seine Auswirkungen auf unsere Region berichtete.

Zur Einführung sagte Martha Schmidt, dass ihr bei ihrem Dienstantritt in der Beilsteiner Schlosskirche
vor vielen Jahren Pfarrer Reeh gesagt habe, dies sei eine typisch reformierte Kirche.

Dies konnte Dr. Armin Scheufler bestätigen:
Der Neffe und Erbe des letzten Beilsteiner Grafen führte ab etwa 1570 in der so genannten zweiten Reformation das calvinistische Bekenntnis in seinen Landen ein. Er gründete auch die Hohe Schule in Herborn als reformierte Hochschule, wohin er mit Caspar Olevian den bekanntesten Schüler Calvins als Professor holte. Seine Enkelin war die zweite Frau des Landgrafen von Hessen Kassel und wirkte auf ihren Mann ein, auch in Hessen das reformierte Bekenntnis einzuführen. Der Landgraf und seine Räte trugen dann auch zum Bau der Beilsteiner Schlosskirche bei. Im zweiten Teil des Vortrages sprach Dr. Scheufler auch über das Leben und Wirken Calvins in Genf. Der mit viel Beifall bedachte Vortrag wurde gegliedert durch musikalische Beiträge aus der Reformationszeit.

Martha Schmidt, Daniela Haas, Peter Ferdinand Schönborn und Mario Ahlborn sangen geistliche Lieder von Palestrina (1526 - 1594), Leonard Schröter (1532 -1601) und Louis Bourgeois (1551).
Auch die Orgel kam zu ihrem Recht und Martha Schmidt erläuterte, wie einfach und völlig ungewohnt die Orgeln und damit auch die Orgelmusik dieser Zeit waren. Werke von Johannes Buchner, Balthasar Resinarius und Melchior Schildt zeigten, wie groß die Unterschiede zu den späteren großen Orgelkomponisten wie Bach und Buxtehude waren.

Nähere Infos: martha.schmidt@ev-kirche-beilstein.de

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Orgel Plus -  Rückblick: 30. Mai 2010, 18.00 Uhr in der Schlosskirche Beilstein

Orgel plus Panflöte           Matthias Schlubeck/Panflöte      Ludger Janning/Orgel

Presseartikel

 

Panflötenkonzerte zählen zwar eher zur Folklore, doch mit Matthias Schlubeck hat das uralte Instrument der antiken Hirtenkulturen einen Meisterinterpreten gefunden, der ihm mühelos die Glanzstücke aus den Konzertsälen auf den Leib schneidert, bis man glaubt, sie klängen noch echter als das Original ...” Schlubeck, ein Meisterschüler Gheorghe Zamfirs, ist der erste Musiker Deutschlands mit einem Hochschulabschluss im Fach Panflöte.

 

Für Sie als Download:  Plakat  und Flyer

Eintritt frei!

Weitere Infos unter  www.schlubeck.com


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Orgel Plus Rückblick: Samstag, 27. Februar 2010, 20.15 Uhr in der Schlosskirche Beilstein

Die Ausgabe von „Orgel plus“ war gleichzeitig die „Auftaktveranstaltung“ zum 100-jährigen Jubiläum des Evangelischen Posaunenchors Beilstein im Jahr 2010 ... mehr im Presseartikel

 

 Festliche Musik wie z.B. „Panis Angelicus“ von Caesar Franck aus der Oper „Hochzeit des Figaro“ von Wolfgang Amadeus Mozart, „Highland Cathedral“ von Joop Roovers, eine kleine geistliche Kantate „Tröstet mein Volk“ von Gerhard Rabe u.a. wird zu hören sein.

Dabei wird die Orgel (wie immer gespielt von Martha Schmidt) dem „Geburtstagskind“ den Vortritt lassen und sich zum Chor der Posaunen, Klarinetten, Trompeten, Flöte, Saxophon, Bariton und Tuba unter der Leitung von Ernst Joachim Roos hinzugesellen.

Armin Hemann, der erste Vorsitzende des Beilsteiner Posaunenchors, hat zudem in der Chronik des Chors geblättert und wird mit interessanten Geschichten und Anekdoten aus der Vergangenheit bis hinein in die Gegenwart das Programm anreichern.

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Orgel Plus - Rückblick: Samstag, 2. Januar 2010   

Thema: "Ich steh an Deiner Krippen hier"    .... mehr im Presseartikel 
mit Andreas Balser, Bass / Martha Schmidt, Orgel / Kinderchor Beilstein / Barbara Knetsch

 

In diesem „Orgel plus“ ging es um „Weihnachtskrippen“, wie sie in vielen Familien unter dem Weihnachtsbaum aufgestellt werden. Geschnitzt, getöpfert, geflochten aus Maisstroh sind viele der Figuren wirkliche Kunstwerke!

Andreas Balzer aus Dillenburg kennt sich besonders gut damit aus und hat einige seiner „Krippen“ mitbringen und uns etwas darüber erzählt. Im Mittelpunkt stand viel Musik: Andreas Balzer hat Lieder gesungen, in denen es ebenfalls um das Kind in der Krippe und um Weihnachten ging.

 

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Orgel plus  - Rückblick: Sonntag, 7. Juni 2009

Orgel + Dudelsack & Querflöte "Musica cariata Düsseldorf" .... mehr im Presseartikel

Der Dudelsack, ein Sackpfeifeninstrumentaus der schottischen Tradition, bedeutet in Gesellschaft mit Flöte und Orgel eineungewöhnliche musikalische Herausforderung. In der Bibel werden Sackpfeifenim Buch Daniel erwähnt (Kapitel 3, Verse 5,7,10 und 15), und zwar im Zusammenhang mit dem Babylonischen Reich.

Ein außerordentliches und ungewöhnliches Trio präsentierte sich:
Klaus Glocksin, Dudelsack, Heinz-Jacob Spelmans, Orgel, und Johann Kohlhaus, Flöte.

Durch ihre Ausbildungen, Wettbewerbs-Erfolge und Examina(Musikhochschulen: Köln, Düsseldorf, Essen, Posen) sind dieEnsemblemitglieder derzeit in den Bereichen Orchester, Dirigat, Lehraufträgeund Kompositionen tätig. Darüber hinaus widmen sie sich Ihren solistischenEngagements.

Klaus Glocksin wird im Konzert sein Instrument, das mit der Orgel verwandt ist, da es ebenfalls mit „Wind“ zum Klingen gebracht wird, auch ein wenig erklären.

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Orgel Plus - Rückblick: Samstag, 25. April 2009

Orgel + Georg Friedrich Händel    .... mehr im Presseartikel

Hommage an Händel zum 250. Todestag am 14. April 1759

Mitwirkende:
Sigrid Münz, Sopran
Bernard Weese, Bass
Sabine Galande, Ludger Wacker, Violoncello
ein Streicher-Ensemble
Roman Pacholek, Trompete
Martha Schmidt, Orgel
Idee & Moderation: Hanno Herzler

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Orgel Plus - Rückblick: Samstag, 3. Januar 2009

Max Drischner
C
horalfantasie
Wie schön leuchtet der Morgenstern

J. S. Bach
Conderto IV C-Dur

Chor der Sternsinger
und Solisten

Pastoralreferent Paul Schermuly

Orgel: Martha Schmidt

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Orgel Plus - Rückblick:  Premiere war am 1. November 2008

Schon lange hatte unsere Organistin Martha Schmidt darüber nachgedacht, wie sie das, was sie am besten kann, nämlich Orgelspielen, noch besser in den Dienst der Gemeinde stellen könnte.

Am 1. November präsentierte sie dann erstmals das Ergebnis ihrer Überlegungen:
nämlich „Orgel plus“, eine Mischung aus einem Orgelkonzert und weiteren Beiträgen von anderen Mitwirkenden. Martha Schmidt selbst spielte auf der Orgel vor allem Werke von Johann Sebastian Bach (u.a. Toccata + Fuge d-moll, Fantasie C-Dur), Gerhard Dietermann trug Mundartgedichte und -geschichten aus dem Buch „Wej gekomme - su gegange“ seines Vaters Alfred vor, und der Gesangverein Eintracht Beilstein umrahmte die von Hanno Herzler moderierte Veranstaltung mit zwei Liedern.

Da der Abend zudem noch gut besucht war und beim Publikum bestens ankam, dürfen wir uns schon jetzt auf die künftigen Orgel-plus-Abende, die etwa fünfmal jährlich stattfinden sollen, freuen.

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„ORGEL PLUS“ - Interview mit Martha Schmidt
Start der Konzertreihe am 01.11.2008 um 20.15 Uhr in der Schlosskirche Beilstein

Das angekündigte „Orgel plus“-Konzert am 1. November soll der Beginn einer Reihe sein.
Wie sind Sie auf die Idee gekommen, eine solche Konzertreihe ins Leben zu rufen?
Da ist erstens die wirtschaftliche Situation unserer Kirchengemeinde. Gemeindebriefleser wissen,
dass unsere Kirchengemeinde kaum noch über Rücklagen verfügt und in Zukunft mehr Geld denn je selbst aufbringen muss, um ihren Haushalt decken zu können. Auch im Kirchenvorstand denken wir gerade darüber nach, wo wir sparen oder neue Finanzquellen erschließen können.
Und zweitens: Rückbesinnung auf das, was wir haben! Wir haben in unserer schönen Schlosskirche eine historisch wertvolle Orgel, die als besondere Rarität sogar noch mit Blasebalg betrieben werden kann. Gerne möchte ich mich dafür einsetzen, die Orgel in Verbindung mit ansprechenden Veranstaltungen wieder mehr zur Geltung zu bringen.

In welchen Abständen sollen die Konzerte stattfinden?
„Orgel plus“ soll zunächst fünf bis sechs Mal im Jahr stattfinden, also etwa alle zwei Monate,
jeweils samstags um 20.15 Uhr.
Warum ausgerechnet am Samstagabend zur „Primetime“?
Der Samstagabend ist ein guter Zeitpunkt. Im Fernsehen kommt oft nichts Gescheites und dann
geht man gerne aus. Weit muss es samstags nicht mehr sein ... und ein bisschen länger
aufbleiben kann man an diesem Abend ja auch.

Verraten Sie uns etwas über das Konzept von „Orgel plus“?
Die Orgel soll immer vorkommen plus noch irgendetwas dazu. Das Plus muss nicht unbedingt
Musik sein. Das können z.B. auch Gedichte, Geschichten, Bilder, Theater, ein Projekt usw. sein.
Ich bin sicher, da gibt es Vieles, das sich lohnt, in einem entsprechenden Rahmen aufgeführt
und gewürdigt zu werden.

Verfolgen Sie ein bestimmtes Ziel mit diesen Konzerten?
„Orgel plus“ soll eine Veranstaltung sein, die „selbst gemacht“ ist. Alle Leute, die mitmachen, sind
bereit, sich unentgeltlich zu engagieren. Als Anerkennung haben die Zuhörer die Möglichkeit, eine Spende zur Erhaltung der Schlosskirche und der Orgel zu geben. Ich hoffe, dass wir im Laufe der Zeit etwas zur Seite legen können, um dann darauf zurückgreifen zu können, wenn wir wieder einmal Geld für irgendwelche erhaltenden Maßnahmen für unsere Kirche oder für die Orgel brauchen.

Was genau erwartet uns zum Auftakt von „Orgel plus“?
„Orgel plus“ beginnt am 01.11.2008. Ich freue mich sehr, dass Gerhard Dietermann zugesagt hat,
aus „Wey gekomme - su gegange“ - den Gedichten und Geschichten seines Vaters Alfred
Dietermann - vorzulesen. Außerdem hat auch der Gesangverein „Eintracht Beilstein“ spontan
zugesagt, bei der Eröffnung der Konzertreihe dabei zu sein. Das ermutigt; und dafür möchte ich
mich an dieser Stelle schon mal ganz herzlich bedanken!

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Venezianischer Frühling in der Schlosskirche zu Beilstein

Zu einem Konzert musikalischer Spitzenklasse lud die "Junge Philharmonie Köln" am
Samstag, den 3. Mai 2008, in die Beilsteiner Schlosskirche ein.

Zu Beginn standen Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ auf dem Programm. Als Soloviolinist und Konzertmeister überzeugte Vassili Voronin durch technische Brillanz. In absolut harmonischem Zusammenspiel wie aus einem Guss zeigte das siebenköpfige Ensemble eine enorme Bandbreite an Dynamik, reiner Intonation und Klanggestaltung. Es war spannend vom ersten bis zum letzten Ton. Manchmal ertönte eine große orchestrale Klangfülle, dann wieder erfreuten zarte ammermusikalische Klänge den Zuhörer.

Auffallend war das einfühlsame Zusammenspiel der Continuogruppe, dessen Cembalist man ein richtiges Cembalo statt des barock eingestellten E-Pianos gewünscht hätte, und der sauber intonierende, klanglich präsente, doch nie aufdringliche Kontrabassist.
Nach der Pause überzeugte auch die Cellistin des Ensembles in Peter Iljitsch Tschaikowskys "Souvenir de Florence" op.70 im Adagio cantabile e con moto, dessen Cantilenen sie sehr wörtlich
(eben gesanglich) und ausdruckvoll in die Herzen des Publikums spielte.

Den Abend beschloss Wolfgang Amadeus Mozarts "Konzert für Klarinette in A-Dur KV 622" mit Rafael Schwarzstein an der Klarinette. Mit unglaublicher Lockerheit und weichem Klang bewältigte er virtuose Passagen und entführte die Zuhörer - besonders im langsamen Mittelsatz - in eine andere Welt.
Schade bloß, dass die Holzbläser im Orchester fehlten.

Martha Schmidt einen herzlichen Dank für ihren Mut und das Engagement, zum wiederholten Male Konzerte auf solch hohem Niveau in der Beilsteiner Schlosskirche zu organisieren! Kultureller
Genuss pur, und das direkt vor unserer Haustür!

Hoffentlich finden beim nächsten Event dieser Art noch mehr Besucher den Weg ins Konzert! Die Begeisterung des Publikums drückte sich jedenfalls in anhaltendem Applaus aus (sogar zwischen den Sätzen). Und geteilte Freude ist ja schließlich doppelte Freude ...

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